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Das ehemalige Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin

Das ehemalige Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin

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Das ehemalige Konzentrationslager Sachsenhausen - ein berührender und unverzichtbarer besuch.

Die nationalsozialistische Diktatur in Deutschland unter Adolf Hitler hat eines der berüchtigtsten Kapitel der Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts und der gesamten Menschheit hervorgebracht. Es war letztlich eine beispiellose Regierung der Brutalität, Grausamkeit und Entmenschlichung, geprägt von Unterdrückung, Krieg und Völkermord.

Ein Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen nahe Berlin ist daher ein Muss, wenn Sie diese dunkelsten Seiten des NS-Staats mit Ihren eigenen Augen sehen wollen. Sie können die Gedenkstätte Sachsenhausen entweder auf eigene Faust besuchen oder an unserer kompetenten Sachsenhausen Führung auf dem Gelände teilnehmen.

In beiden Fällen werden diese Erläuterungen sicherlich für Sie nützlich sein und sollen Ihrer Orientierung dienen.

DIE GEDENKSTÄTTE DES EHEMALIGEN KONZENTRATIONSLAGERS SACHSENHAUSEN IN BERLIN

Das Konzentrationslager Sachsenhausen wurde ab 1936 in der Nähe von Berlin errichtet. Seit seiner Eröffnung und bis 1950 wurde es als Gefangenenlager genutzt – zunächst von der SS, ab 1945 jedoch auch von der sowjetischen Besatzungsmacht. Es liegt dreißig Kilometer nördlich von Berlin in der brandenburgischen Stadt Oranienburg. Sie erreichen die Stadt von Berlin aus mit der S-Bahn (Linie S1) oder dem Regionalexpress der Deutschen Bahn (RE1). Nähere Informationen erhalten Sie auch auf unter “Verkehrsmittel in Berlin

FÜR WEN IST EIN BESUCH DES KONZENTRATIONSLAGERS SACHSENHAUSEN INTERESSANT?

Ein Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen ist besonders wichtig für alle diejenigen Menschen, die sich für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und insbesondere für die Systematik der Konzentrationslager und der Zwangsarbeit während der Zeit des Nationalsozialismus und darüber hinaus interessieren.

Die Gedenkstätte richtet sich jedoch nicht nur an Wissenschaftler und Studenten des Fachs Geschichte. Ein Besuch bietet vielmehr historische und politische Einblicke, die einer breiten und vielfältigen Öffentlichkeit als Anregung dienen können, über den historisch-sozialen Kontext des Nationalsozialismus tiefer nachzudenken.

Der Besuch ist für Kinder unter 12 Jahren eher nicht zu empfehlen. Ausdrücklich empfehlenswert ist er aber für Klassenfahrten höherer Jahrgangsstufen nach Berlin.

DIE GESCHICHTE DES KONZENTRATIONSLAGERS SACHSENHAUSEN IN BERLIN

Das erste Konzentrationslager in Oranienburg (35 km nördlich von Berlin) wurde spontan und inoffiziell von Mitgliedern der SA (Sturmabteilung) in einer ehemaligen Brauerei im Stadtzentrum eröffnet. Im Jahr 1936 wurde nachfolgend dann das Konzentrationslager Sachsenhausen offiziell in Betrieb genommen. Auf diesem Gelände befindet sich auch die heutige Gedenkstätte. Im Jahr 1945 wurde das Lager von sowjetischen Truppen besetzt, die es bis 1950 als Gefängnis und zugleich Kaserne für ihre Soldaten benutzten.

Heute empfängt die Gedenkstätte jährlich mehr als sechshunderttausend Besucher. Als Gründungsmitglied des Fördervereins der Gedenkstätte ist ViveBerlin Tours stolz darauf, zu dieser erfolgreichen Entwicklung beitragen zu können. Es sind Menschen aus aller Welt, die während ihres Aufenthalts in Berlin zunehmend die Möglichkeit nutzen, einen authentischen Ort der Zeugenschaft für die Verbrechen des letzten Jahrhunderts zu besuchen.

EIN MODELLHAFTES KONZENTRATIONSLAGER FÜR DIE SS

Das Lager Sachsenhausen nahe Berlin wurde 1936 erbaut und von den SS-Behörden (Schutzstaffel) als „Musterlager“ ausgewählt. Wenige Meter vom Eingang des Lagers entfernt befand sich die Büroräume der Konzentrationslagerinspektion und damit das Hauptquartier der Verwaltung aller NS-Lager im deutschen Reich.

Am Eingang des ehemaligen Lagers befinden sich heute Modelle und Luftaufnahmen, die den Besuchern helfen, sich im Aufbau und in der Topographie innerhalb und außerhalb des Lagers zu orientieren. Aus der Vogelperspektive sieht man hier deutlich abgegrenzt voneinander: das „T“-Gebäude (Sitz der Inspektion der Konzentrationslager in Deutschland), die Quartiere der Wachmannschaften, das Kasino für die Offiziere sowie die Fabriken und Industriebetriebe in der Umgebung von Oranienburg, welche in das System der Zwangsarbeit einbezogen waren.

KONZENTRATIONSLAGER SACHSENHAUSEN: „TURM A“

Das kleine Tor unter dem Wachturm A diente als Zugang für die Häftlinge. Im Torgitter eingelassen ist noch heute das zynische Lagermotto „Arbeit macht frei“ sichtbar. Die Geometrie des Lagers entspricht der eines gleichseitigen Dreiecks. Turm A befindet sich dabei in der Mitte einer der drei Seiten. Den Wachposten im oberen Raum des Turms A ermöglichte dies einen perfekten Gesamtüberblick, vergleichbar etwa einem Panoptikum.

KZ SACHSENHAUSEN: APPELLPLATZ

Der Appellplatz lag gleich hinter dem Eingangstor und damit direkt im Blick der Wachen im Turm A. Es war der Ort, an dem die Häftlinge zu Beginn und am Ende des langen und anstrengenden Tages der Zwangsarbeit gezählt wurden. Diese Routinen prägten auf brutale Weise das tägliche Leben der Häftlinge, die bei jedem Wetter stundenlang draußen stehen mussten. Ab 1939 war es zudem auch Schauplatz öffentlicher Hinrichtungen innerhalb des Lagers.

KONZENTRATIONSLAGER SACHSENHAUSEN: BARACKEN 38 – 39

Baracke 38 befand sich im „Kleinen Lager“, einem zusätzlich angebauten Teil des ursprünglichen Konzentrationslagers. Die Erweiterung des Lagers war die Folge der zunehmenden Aggression gegen und Deportation von Juden im ganzen nationalsozialistischen Reichsgebiet. Alle Häftlinge, die als besonders unerwünscht galten, wie etwa Homosexuelle, Roma und Juden, wurden im „Kleinen Lager“ untergebracht. Letztere lebten in Baracke 38 und der benachbarten Baracke 39.

Der Wiederaufbau der Baracken wurde weitgehend mit Originalmaterialien durchgeführt und zeigt mit aller Deutlichkeit die unvorstellbaren Lebensbedingungen tausender Menschen. Unter ihnen war zeitweise auch David Wildstein, der Person, welcher ViveBerlin Tours in Berlin mit seiner Familie 6 Stolpersteine gewidmet hat.

KONZENTRATIONSLAGER SACHSENHAUSEN: HÄFTLINGSKÜCHE

Im Gebäude, in dem die Lagerküche untergebracht war, befindet sich heute eine Ausstellung mit mehreren authentischen Gegenständen des täglichen Lebens im Lager, kleine Artefakte sowie Fotografien, die dazu beitragen, die verschiedenen Aspekte des Lebens im Lager zu zeigen. Das Thema der Ausstellung ist das reale Leben der Menschen im Gegensatz zur Propaganda des nationalsozialistischen Apparates unter Joseph Goebbels, auf welche wir detailliert auf unserer Stadtführung Berlin im Dritten Reich eingehen.

KONZENTRATIONSLAGER SACHSENHAUSEN: „STATION Z“

Diesen Namen gab die SS dem Sektor, in dem Massenhinrichtungen von Häftlingen vorgesehen waren. Die dahinter verborgene Perfidie einer mörderischen Logik ist offenkundig: durch das Tor am Wachturm A sollten die Häftlinge das Lager betreten, durch das Krematorium der „Station Z“ wieder verlassen.

Die Hinrichtungsstätte inklusive Krematorium lag direkt hinter der Lagermauer. Hinrichtung von Häftlingsgruppen durch Erschießen und Erhängen waren ab 1943 auf der Tagesordnung im Lager.

ZUSAMMENFASSUNG

Ein Besuch im Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin ist für immer mehr Menschen und Gäste tatsächlich ein wichtiger Moment während eines Aufenthaltes in Berlin. Hier wird eines der schrecklichsten Kapitel der Menschheitsgeschichte in seinen vielfältigen Aspekten und seinen schrecklichen Folgen offengelegt und zugleich einführend dargestellt.

Die Gedenkstätte Sachsenhausen ist damit nichts weniger als ein notwendiger und sinnvoller Ort der Reflexion über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Menschheitsgeschichte.

WIE MAN ZUR GEDENKSTÄTTE SACHSENHAUSEN IN ORANIENBURG GELANGT

– Mit der U-Bahn: Bahnhof Oranienburg (Linie S1)

– Mit der Bahn (Linie RE 1)

– Mit unseren privaten Führungen in Berlin, insbesondere unsere lizensierte Stadtführung zur Gedenkstätte Sachsenhausen

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