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Unsere Stadt bietet eine unglaubliche Vielzahl von Möglichkeiten mit lokalen Produkten und einer typischen Küche.

WAS IST TYPISCH BERLINER KÜCHE?

Für viele Reisende ist die Möglichkeit, neue Aromen zu entdecken, neue Geschmacksrichtungen zu probieren und mit neuen Kochmethoden in Kontakt zu treten, eine der größten Attraktionen und großen Freuden der Reise. Gern helfen Ihnen unsere Stadtführenden auch auf unseren privaten Führungen in Berlin bereits mit ersten Tipps und Ideen dabei!

Viele Menschen wagen sich auf Reisen in neue gastronomische Welten, um das ohnehin schon reizvolle Abenteuer des Reisens noch weiter zu bereichern. Wenn Sie sich in dieser Kategorie von Reisenden wiederfinden und vorab mehr über die Berliner Küche erfahren möchten, sind sicherlich die folgenden Informationen für Sie von Interesse.

HISTORISCHE GRÜNDE FÜR DIE TYPISCHE BERLINER KÜCHE

Berlin ist seit Jahrhunderten eine Stadt, die stark von Migrationsprozessen geprägt wurde. Im 18. Jahrhundert kamen Tausende von französischen Hugenotten in die Stadt. Ein Jahrhundert später kamen viele Arbeiter aus dem gesamten Deutschen Reich nach Berlin, während im 20. Jahrhundert Einwanderer aus Asien, Südeuropa und der Türkei hier sesshaft wurden.

Diese Einflüsse haben das Essen und die Art zu essen in Berlin verändert. Jede Kultur hat ihren ganz eigenen Beitrag zur Berliner Küche geleistet, was wir Ihnen auch gern näher auf unserer Führung “Berlin an einem Tag” erläutern können.

Seit dem 18. Jahrhundert haben eingewanderte Franzosen und Österreicher mit ihren Zubereitungsmethoden und Essgewohnheiten damit begonnen, die anfangs recht einfache Küche Brandenburg-Preußens zu verändern. Was war der Grund für diese Einfachheit bis dahin?

Die Geografie Berlins bietet eher magere und sandige Böden in einem wechselhaften Kontinentalklima. Die Produkte der Landwirtschaft boten dem Berliner Gaumen seit Jahrhunderten wenig wirklich Schmackhaftes an.

Das Meer liegt weit weg und zusätzlich wurden die Wälder um die Stadt herum rücksichtslos abgeholzt. Die Wildbestände wurden so drastisch dezimiert und beispielsweise Wildschwein- oder Hirschfleisch dadurch zeitweise extrem teuer.

Zur geografischen Situation und dem damit verbundenen Fehlen verschiedener Zutaten und Gewürze kam die Glaubensrichtung des Protestantismus hinzu. Genussfreuden waren der Feind dieser dominanten Religion in den mittel- und norddeutschen Ländern um Berlin.

DIE HINTERGRÜNDE ZUM TYPISCHEN BERLINER ESSEN

Darüber hinaus war Berlin in den vergangenen zwei Jahrhunderten eine Stadt der Arbeiterschaft – Hunderttausende Menschen, die in großen Industriebetrieben hart arbeiteten. Essen war für sie eher da, um den Magen zu füllen und Energie zu spenden für die langen Arbeitsschichten – und nicht zum Vergnügen, wie Sie bereits auf unserer Führung “Berliner Highlights” erfahren.

All dies hat sich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte allmählich verändert. Migranten brachten nicht nur neue Rezepte und Zutaten mit, sondern auch ihr Verhältnis zur Nahrung insgesamt. Heute widmen sich immer mehr Berliner:innen den Genüssen feiner Speisen auf der einen Seite, aber auch der Wiederherstellung verloren geglaubter Traditionen auf der anderen Seite.

Dies erhöht erkennbar die Attraktivität der Berliner Gastronomie. Auch die Berliner selbst neigen zunehmend dazu, mehr zu reisen und fremdländische Küchen für sich zu entdecken – erst recht, wenn sie zurück zu Hause sind.

Essen ist so zu einem zentralen Thema für die Selbstbeschreibung vieler Menschen geworden, frei nach dem Motto „Sag mir, was du isst und ich sage dir, wer du bist“. Und das gilt selbstverständlich nicht nur wegen dem berühmten kulinarischen Bonmot um Kennedys Satz in Berlin 1963: “Ich bin ein Berliner.”

WAS ISST DER MENSCH IN BERLIN?

In Berlin haben sich in den vergangenen 30 Jahren immer mehr asiatische Restaurants und Imbissstuben etabliert – darunter einige hervorragende vietnamesische, indische, tibetisches und thailändische). Italienische und griechische Küche findet man hier bereits etwas länger.

Zunehmend eröffneten in der jüngeren Vergangenheit auch amerikanische (nicht, was Sie gleich denken…), aber auch russische, brasilianische und israelische Restaurants. In Berlin zu essen kann deswegen heute eine aufregende kulinarische Reise durch verschiedene Kulturen und Stile sein.

Charakteristisch für die Berliner Menschen ist das Ausgehen, weshalb das Angebot an Restaurants riesig ist, die Preise im internationalen Vergleich jedoch eher moderat. Von der Michelin-Sterne-Küche (Berlin ist die deutsche Stadt mit den meisten Michelin-Sterne-Restaurants, es gibt zurzeit 24 in der Stadt) bis zur Straßenküche (Bitte wundern Sie sich über Essensgerüche in diversen U-Bahn-Stationen!) reicht hier die Palette.

Ebenso finden sich alle Varianten von der typischen traditionellen Schweinefleischküche bis hin zu den neuen vegetarischen oder veganen Trends in vielen Vierteln Berlins. Internationale Besucher, welche nicht auf heimisches Essen verzichten möchten, dürfen daher ohne Angst nach Berlin kommen. Darunter sind einige Restaurants von sehr hoher Qualität – ganz zur Freude des Mutterlandes.

ZUSAMMENFASSUNG BERLINER KÜCHE

Wir empfehlen unseren Gästen auf allen unseren Stadtführungen in Berlin, immer wieder einmal auch neue Geschmacksrichtungen auszuprobieren und halten es für einen der grundlegenden Aspekte jeder Reise, den momentan besuchten Ort auch durch das, was man isst, noch intensiver kennen zu lernen.

Aus diesem Grund ist das notorische Eisbein mit Sauerkraut im Nikolaiviertel ebenso wie ein Kreuzberger Döner “auf die Hand” aus unserer Sicht ein unverzichtbarer Bestandteil eines ersten Besuchs in Berlin. Und beim zweiten Mal geht es bereits wieder kulinarisch hinaus in die Welt auf den Straßen Berlins.