Pulsa 'Intro' para buscar o 'Esc' para salir
Blog thumbnail

Das Brandenburger Tor in Berlin

Das Brandenburger Tor in Berlin

Blog thumbnail

Das Brandenburger Tor - der wichtigste historische “Eingang“ nach Berlin!!

Das Brandenburger Tor ist zweifellos eines der wichtigsten Denkmäler in Berlin – und für viele Einheimische und Gäste das berühmteste Tor in Deutschland. Es ist deswegen ein Muss für alle, die die deutsche Hauptstadt besuchen und ist natürlich auch ein integraler Bestandteil unserer deutschsprachigen Stadtführung Berliner Highlights.

Als Symbol der deutschen Einheit am 3.Oktober 1990 ist das Brandenburger Tor ein perfektes Beispiel dafür, dass ein Denkmal nicht nur ein Bauwerk oder ein Gebäude ist, sondern vor allem das, was der Blick des Besuchers darauf projiziert.

Das äußere Erscheinungsbild des Brandenburger Tores hat sich im Laufe der Jahre kaum verändert. Seine Bedeutung hingegen hat im Laufe der verschiedenen Phasen der Berliner Geschichte dramatische Wendungen erfahren.

DER URSPRUNG DES BRANDENBURGER TORES: DIE KÖNIGSWEIHE

Das Brandenburger Tor stand einst an der westlichen Grenze der preußischen Hauptstadt. Jenseits erstreckten sich die Wälder des herrschaftlichen Jagdreviers: der „Königliche Thiergarten“, den wir beispielsweise auf unserer Führung Berliner Highlights mit dem Fahrrad näher vorstellen.

Das Brandenburger Tor in seiner heutigen Form wurde von Friedrich Wilhelm II. von Preußen in Auftrag gegeben. Dieser König war ein derart ambivalenter Charakter, dass er von seinem Vorgänger Friedrich dem Großen den Spitznamen „dicker Lüderjahn“ (soll heißen: Taugenichts) erhielt.

Der Name des Tores zur Zeit des Baus zeugt von den damaligen Absichten des preußischen Königs: 1791 wurde es als „Tor des Friedens“ eingeweiht und mit zahlreichen Referenzen aus der griechischen Mythologie und Architektur dekoriert.

Seit seiner Eröffnung und bis zum Jahre 1918, dem Jahr des Untergangs der deutschen Monarchie, durften nur die königliche Familie und ihre Gäste den Mittelbogen des Tores benutzen. Alle anderen Reisenden benutzten die seitlichen Durchgänge. Hier befanden sich auch die Zollstellen.

DAS BRANDENBURGER TOR: VOM SYMBOL DES FRIEDENS ZUM NATIONALISTISCHEN DENKMAL

Ursprünglich sollte die Quadriga auf der Spitze des Tores, gelenkt von Victoria – der römischen Siegesgöttin – vorrangig den Frieden symbolisieren. Mit dem Beginn des neunzehnten Jahrhunderts sollte sich diese Wahrnehmung leider rasch ändern.

Das Eiserne Kreuz, vom berühmten Berliner Architekten Schinkel entworfen und 1814 in den Lorbeerkranz eingelegt, wurde eine der berühmtesten preußischen und deutschen militärischen Auszeichnungen bis zum heutigen Tag. Tatsächlich wurde es geschaffen, um die Kämpfer der Unabhängigkeitskriege während der Schlachten gegen Napoleon zu feiern, nachdem dieser 1806 als Sieger über Preußen an der Spitze der französischen Armee in Berlin einmarschiert war.

Mit dieser Niederlage begann die administrative und militärische Neuordnung Preußens im modernen Sinne und beeinflusste die Handlungen und national-konservativen Ideologien in Deutschland während des Deutschen Reiches (1871-1918) und letztlich bis zum „Dritten Reich“ (1933-1945) wirkungsmächtig.

Erst nachdem Napoleon 1813 besiegt worden war, wurde das Friedenstor endgültig in „Brandenburger Tor“ umbenannt. Zu dieser Zeit wurde auch der Begriff der “Retourkutsche” in der deutschen Sprache eingeführt – ein hämisch gemeinter Seitenhieb mit Bezug auf die Rückkehr der Quadriga aus Paris auf das Tor in Berlin nach der Niederlage Napoleons.

EIN SYMBOL DER DEUTSCHEN EINIGUNG 1990

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden Berlin und Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt, die von den Alliierten verwaltet wurden. Bereits 1949 waren die Besatzungszonen zu eigenständigen politischen Einheiten geworden: die Bundesrepublik Deutschland (BRD) und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) waren entstanden.

Das Brandenburger Tor stand nun also wieder in einem Grenzgebiet. Es zu durchschreiten bedeutete natürlich nicht mehr, die Grenze zwischen der preußischen Hauptstadt und den Wäldern Brandenburgs zu passieren. In der unmittelbaren Nachkriegszeit bedeutete das Durchqueren des Tors den Wechsel zwischen zwei sehr unterschiedlichen Welten: einerseits des liberalen und kapitalistisch motivierten Westens, andererseits des sowjetisch inspirierten sozialistischen Autoritarismus.

Die Gegensätze zwischen diesen beiden Einflusssphären sollten schlussendlich am 13. August 1961 zum Bau der berühmten Berliner Mauer führen. Während der gesamten Dauer der Mauer (1961-1989) verblieb das Brandenburger Tor innerhalb des sogenannten „Niemandslandes„, der Grenzbereich zwischen der eigentlichen Berliner Mauer und der dahinter errichteten Schutzmauer.

Direkt vor dem Brandenburger Tor auf Westberliner Seite hielt 1987 der damalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Ronald Reagan seine berühmte Ansprache. Mit folgenden Worten wendete er sich an den Staats- und Parteichef der Sowjetunion:

„Herr Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor! Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder!“

Freudentränen vieler Berliner Menschen aus Ost und West gab es hier am 9. November 1989 beim Fall der Berliner Mauer. Nach 28 Jahren im geteilten Berlin konnten sich Familien wieder einander in die Arme schließen.

Ein Berliner Bauwerk des ausgehenden 18. Jahrhunderts, inspiriert von der Architektur und Geschichte der griechischen Antike, wurde so zu einem der wichtigsten Symbole unserer Geschichte.

HISTORISCHE PERSÖNLICHKEITEN, DIE MIT DEM BRANDENBURGER TOR VERBUNDEN SIND

Napoleon Bonaparte: Nach der Besetzung Berlins 1806 ließ er die Quadriga auf dem Brandenburger Tor nach Frankreich abtransportieren, um sie später in Paris aufstellen zu lassen.

Adolf Hitler: Er verwandelte mit tatkräftiger Hilfe seines Propagandaministers Joseph Goebbels das Tor in ein weiteres Symbol seiner Macht. Durch das Brandenburger Tor marschierten beispielsweise medienwirksam hunderte Deutsche mit Fackeln anlässlich der erfolgreichen Machtübertragung im Parlament Anfang 1933.

Ronald Reagan: Das Tor bildete den Hintergrund seiner berühmten Rede, die er 1987 in Berlin hielt.

WIE MAN ZUM BRANDENBURGER TOR IN BERLIN GELANGT:

– Mit der U-Bahn: Bahnhof Brandenburger Tor (Linien U55, S1, S2);

– Mit dem Bus: Haltestelle Brandenburger Tor (Buslinie 100);

– Mit unseren privaten Stadtführungen in Berlin auf Deutsch, bspw. „Berliner Highlights“ oder „Berlin – an einem Tag“.

Escribir un comentario

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Valoración*