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Entdecken Sie die faszinierende Geschichte Berlins und seiner Umgebung in verschiedenen Epochen anhand ihrer wichtigsten Bauten und Denkmäler.

Die Hauptstadt Deutschlands ist eine Metropole, die sich nicht nur durch eine beeindruckende Vielfalt an Museen in Berlin auszeichnet, sondern auch durch eine Vielzahl berühmter Denkmäler und Gebäude.

Die Stadt hat sich gerade durch die Umwälzungen in ihrer jüngeren und jüngsten Geschichte grundlegend verändert, wodurch in derselben Straße heute sehr unterschiedliche Epochen und Baustile nebeneinander existieren.

Die deutsche Hauptstadt erscheint auf den ersten Blick dadurch nicht sehr homogen und ist architektonisch geradezu etwas chaotisch. Zudem überrascht sie durch ihre Weitläufigkeit, die in etwa dem Neunfachen der Fläche der Stadt Paris entspricht.

Berlin ist wahrhaftig polyzentrisch. Die bekanntesten Knotenpunkte sind dabei sicherlich die Bezirke Mitte und Charlottenburg. Allerdings sollten dabei auch die alten Zentren von Spandau und Köpenick hier sicherlich nicht unerwähnt bleiben.

Die gesamte Stadtlandschaft ist eine Mischung aus mittelalterlicher, barocker, nationalsozialistischer und schließlich sozialistischer Architektur bis hin zu den zeitgenössischen Gebäuden des 21. Jahrhunderts.

In vielen Fällen liegen Denkmäler und bedeutende Gebäude, wenn mitunter auch aus verschiedenen Epochen, sehr nahe beieinander. Auch aus diesem Grund kann die Stadt manchmal schwer als eine Einheit erfassbar sein, gerade wenn man nicht auf die Hilfe eines erfahrenen Stadtführenden von Berlin zurückgreift, der diese Stadt seit vielen Jahren kennt.

Um sich daher bestmöglich bei den zahllosen Sehenswürdigkeiten Berlins orientieren zu können, empfehlen wir, sie nach historischen Gesichtspunkten zu unterscheiden.

MITTELALTERLICHES BERLIN: DIE DENKMÄLER DER FRÜHEN ZEITEN

Berlin wird manchmal als Hauptstadt des 20. Jahrhunderts bezeichnet, jedoch nicht alles, was verdient in Berlin besucht zu werden, stammt aus dem letzten Jahrhundert. Die Stadt wurde bereits im Jahre 1237 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit ist leider nur noch sehr wenig erhalten. Das Wenige, was heute noch sichtbar ist, ist darüber hinaus nicht von allzu großer künstlerischer Bedeutung.

Von der alten Stadt, die vom 13. bis 15. Jahrhundert erbaut wurde, können wir lediglich Rekonstruktionen wie die Nikolaikirche bewundern oder Gebäude besuchen, die auf wundersame Weise die Zerstörungen späterer Jahrhunderte überlebt haben, wie beispielsweise die Marienkirche von 1250.

Die befestigte Zitadelle von Spandau, die als eine der bedeutendsten Renaissance-Festungen Europas gilt, ist ebenfalls einen Besuch wert. Am nordwestlichen Ende Berlins, im Stadtteil Spandau, befindet sich dieses bedeutende Baudenkmal aus dem 16. Jahrhundert.

BERLINER KLASSIK: DIE MONUMENTE DES 18. UND 19. JAHRHUNDERTS

Erst im 18. Jahrhundert wurde Berlin zu einer Hauptstadt von europäischer Bedeutung. Das Königshaus der Hohenzollern erweiterte sukzessive seine Macht und so wuchs auch die Stadt und gewann an Prestige: Es begann ein baulicher Wettbewerb mit den wichtigsten europäischen Städten der damaligen Zeit.

Rund um die heutige Museumsinsel und entlang des Boulevards Unter den Linden entstanden so viele Gebäude und Denkmäler, die das damalige Berlin zu einer architektonisch bewunderten Stadt machten und es der Familie Hohenzollern ermöglichten, sich der Schönheit ihrer Hauptstadt zu Recht zu rühmen, wie wir Ihn auf unserer Führung “Berliner Highlights” gern im Detail erläutern.

In dieser Phase wurde der erste Berliner Dom, das Berliner Stadtschloss und das weltberühmte Brandenburger Tor vollendet. Aus diesem Jahrhundert stammen auch zwei weitere Schlösser, die als typische Beispiele spätbarocker Architektur gelten können: das Schloss Charlottenburg als Familienresidenz der Hohenzollern und das Schloss Köpenick.

Die Neue Synagoge hingegen ist ein interessantes Beispiel für die weltoffene Architektur des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit entstanden auch einige der wichtigsten Parks Berlins – darunter der Victoriapark und der Große Tiergarten – sowie einige symbolische Denkmäler wie die Siegessäule.

BERLIN IM FRÜHEN 20. JAHRHUNDERT: DIE MONUMENTE DER MODERNITÄT

Von Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Architektur und Stadtplanung wegen des unglaublich rasant einsetzenden Bevölkerungswachstums der Stadt, die von 800.000 Einwohnern im Jahr 1871 auf ca. 4 Millionen im Jahr 1925 anstieg, grundlegend neu überdacht.

Heute von der UNESCO geschützt, entstanden als Ergebnis dieser Neuausrichtung zwischen 1913 und 1934 ausdrücklich sozial konzipierte Wohnanlagen (Siedlung Schillerpark in Wedding, Großsiedlung Britz in Neukölln, Wohnstadt Carl Legien in Prenzlauer Berg, Weiße Stadt in Reinickendorf, Großsiedlung Siemensstadt in Charlottenburg und Spandau und die Gartenstadt Falkenberg).

Sowohl Peter Behrens‘ Gebäude am Alexanderplatz, die die Urania-Weltzeituhr umrahmen, als auch die Hackeschen Höfe im früheren „Jüdischen Viertel“ Berlins sind weiterhin klassische Beispiele der Berliner Architektur des frühen 20. Jahrhunderts.

BERLIN ZUR ZEIT DES NATIONALSOZIALISMUS: DIE MONUMENTE DER DREISSIGER UND VIERZIGER JAHRE

Die Nationalsozialisten wiederum hatten ein notorisch unklares Verhältnis zu Berlin als Reichshauptstadt. Ihre zentrale Idee bestand vor allem darin, sie von Grund auf neu aufzubauen zu erbauen und so durch eine Stadt zu ersetzen, die dann „Germania“ genannt worden wäre, was sie auf unserer beliebten Führung “Berlin im Dritten Reich” ausführlich erfahren können.

Dieses Vorhaben gedieh jedoch nicht sehr weit. Die meisten Pläne blieben bei Skizzen und Pappmaché-Modellen stehen. Von Albert Speer, dem präferierten Architekten von Adolf Hitler an der Spitze des „Germania“-Projekts, sind nur wenige Bauten erhalten geblieben, darunter die öffentliche Beleuchtung des Kaiserdamms im Stadtteil Charlottenburg.

Das bedeutet jedoch nicht, dass es in Berlin keinerlei sehenswerten Gebäude aus dieser Zeit mehr gibt. Die spektakulärsten unter ihnen sind zweifellos das Olympiastadion von 1936 am westlichen Ende der Stadt sowie der alte Flughafen Tempelhof an der Grenze zwischen den Bezirken Kreuzberg und Tempelhof.

Weitere interessante Beispiele dieser speziellen Architektur aus der Zeit des Nationalsozialismus sind das Gebäude des Reichsluftfahrtministeriums (heute Sitz des Bundesfinanzministeriums) in der Niederkirchnerstraße, die damalige Reichszentralbank (heute Teil des Außenministeriums) sowie der große Gebäudekomplex am Fehrbelliner Platz.

NACHKRIEGS-BERLIN: DIE DENKMÄLER DER ERINNERUNG UND PROPAGANDA

Viele der Berliner Gebäude aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind mit der historischen Erinnerung an die nationalsozialistische Diktatur verbunden. Von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart hinein sind Bauten und Denkmäler entstanden, die eine neue Architektursprache suchen, welche der Erinnerung an den Krieg und die Verbrechen der Diktatur unter Adolf Hitler Ausdruck verleiht.

Gleichzeitig wird jedoch zumindest versucht, Deutschland mit jenen Menschen wieder zu versöhnen, die der nationalsozialistischen Unterdrückung ausgesetzt waren. Ein Beispiel für diese Sprache der Erinnerung und des Gedenkens ist das Dokumentationszentrum der Topographie des Terrors in der Niederkirchner Straße.

Außerdem gibt es in Berlin zwei namhafte Gedenkstätten, die den sowjetischen Soldaten gewidmet sind, die im April 1945 im Kampf um die Stadt Berlin gefallen sind (eine im Tiergarten und die andere im Treptower Park). Diese Architekturbeispiele, die teilweise von sowjetischen Arbeitern selbst errichtet wurden, erinnern derart an die spezifische Sichtweise der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs.

Mit einem Blick auf das deutsche historische Gedächtnis betrifft lohnt sich ein Besuch der Neuen Wache auf dem Boulevard Unter den Linden, einem heutigen Symbol des gemeinsamen Schmerzes aller am Krieg beteiligten Völker, und des Denkmals für Claus von Stauffenberg, Hitlers Widersacher in der sogenannten Operation Walküre, in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand nahe des Großen Tiergartens.

In diesem Zusammenhang ist es sicherlich auch interessant, die Gedächtniskirche zum Gedenken an den preußischen Kaiser Wilhelm I. auf dem Breitscheidplatz neben dem Berliner Zoo zu besuchen, wo die Ruinen der durch die Bomben des Zweiten Weltkriegs zerstörten alten Kirche mit einem Neubau verbunden wurden.

Die wichtigsten Denkmäler zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus sind das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, das Denkmal für die Sinti und Roma und das Denkmal für die von den Nazis ermordeten Homosexuellen.

Ebenso berührend und in der ganzen Stadt sichtbar ist zudem die Initiative der Stolpersteine; durch private Finanzierung erinnern heute Tausende von bronzenen Pflastersteinen an die von den Nationalsozialisten ermordeten Berliner Menschen vor den Häusern und Orten, in denen sie lebten und wo ihre Tragödie begann.

Das Nachkriegs-Berlin wurde jedoch nicht nur gebaut, um an die schlimmste Tragödie des deutschen 20. Jahrhunderts zu erinnern, sondern auch, um die Zukunft weithin sichtbar zu gestalten.

Der Fernsehturm am Alexanderplatz ist in diesem Kontext vielleicht das wichtigste Symbol des sozialistischen Berlins der 1960er Jahre. In West-Berlin ragen kontrastierend das ICC-Kongresszentrum und sowie einige Geschäftshäuser des Boulevards Ku’damm aus dieser Epoche heraus.

Weiterhin gibt es zwei Gegenden, eine im ehemaligen West- und eine im ehemaligen Ostberlin, deren Besuch wir besonders empfehlen und die vorwiegend Versuche waren, in der Architektur umzusetzen, was das Zukunftsversprechen der beiden vorherrschenden Ideologien in Berlin in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bildete.

Die Karl-Marx-Allee in Friedrichshain ist ein eindrucksvolles Beispiel früher sozialistischer Architektur und zugleich das ehrgeizigste städtebauliche Projekt der kommunistischen Ära; ein über zwei Kilometer langer Boulevard mit Häusern, Kinos und Geschäften, der am Alexanderplatz beginnt und am Frankfurter Tor endet.

In West-Berlin bildete das Hansaviertel die kapitalistische Antwort auf den Bau der Karl-Marx-Allee: es besteht aus einer Ansammlung von Gebäuden der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts (Gropius, Alvar Aalto, Niemeyer), die eine Gartenstadt mit Blick in die Zukunft darstellen.

BAUTEN DER GEGENWART: DAS BERLIN DES 21. JAHRHUNDERTS

Berlin erfindet sich ständig neu, und seit der Einigung Deutschlands nach dem Fall der Mauer im November 1989 wurden etliche Gebäude errichtet, die das Gesicht der deutschen Hauptstadt heute prägen. Der Potsdamer Platz mit dem Sony Center und die neuen Wolkenkratzer um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche sind einige dieser Beispiele für die Architektur und den Städtebau der letzten Jahre.

Ein weiteres beeindruckendes Werk dieser jüngsten Phase ist der neue Berliner Hauptbahnhof. Der Hauptbahnhof, der 2006 anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland eingeweiht wurde, ist bis heute der größte Bahnhof Europas und sein Glasdach ist zweifellos ein großartiges Werk der Ingenieurskunst.

Repräsentativ für die aktuelle Zeit sind auch die Gebäude des Kanzleramtes und die Nebengebäude des Parlaments (insbesondere die Kongressbibliothek und der Pressesaal). Diese Gebäude haben eine sehr explizit moderne Architektur, die das Selbstverständnis der deutschen Regierung widerspiegeln soll.

Der zentrale Gedanke der Transparenz und der Einheit spielte nicht nur bei der Wahl der Baumaterialien, sondern auch bei der Gestaltung der Gebäude eine grundlegende Rolle.

Ein weiteres wichtiges Denkmal, das man unbedingt besuchen sollte, wenn man sich in der deutschen Hauptstadt aufhält, ist die Gedenkstätte Berliner Mauer. Sie wurde 1998 zu Ehren der Opfer an der Berliner Mauer errichtet und befindet sich entlang der Bernauer Straße.

ZUSAMMENFASSUNG – BAUTEN IN BERLIN

Ein Besuch in der deutschen Hauptstadt kann eine Erfahrung sein, welche uns mit der deutschen und zugleich persönlichen Geschichte konfrontiert und so zur Reflexion anregt. Ein Spaziergang durch Berlin ist daher immer auch ein Spaziergang durch unsere ganz eigene Geschichte, welche sich an den Bauten und Zeichen der Vergangenheit und Gegenwart offenbart.

Entdecken Sie mit den Stadtführungen in Berlin von ViveBerlin Tours die faszinierende Geschichte der Stadt und seiner verschiedenen Epochen anhand ihrer wichtigsten Denkmäler und Orte.