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Die Museumsinsel in Berlin

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Die Museumsinsel in Berlin: Weltkulturerbe und die grösste Sammlung antiker schätze an einem Ort.

Die Museumsinsel in Berlin ist zweifellos eine der Hauptattraktionen der Stadt und eines der wichtigsten Museumszentren der Welt.

Das kleine Areal beherbergt heute fünf der wichtigsten Museen in Berlin und wurde deswegen 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Nicht ohne Grund befindet sich der Schlusspunkt unserer beliebten Führung “Berliner Highlights” direkt an diesem Ort.

DIE GESCHICHTE DER MUSEUMSINSEL IN BERLIN

Es war zunächst König Friedrich Wilhelm III., welcher die Eröffnung einer „öffentlichen und gut ausgewählten Kunstsammlung“ beabsichtigte. Funde und Werke aus den Privatsammlungen der königlichen Familie sollten dort ausgestellt und somit das erste Museum Preußens eröffnet werden: das heutige Alte Museum entstand.

Bereits als Kronprinz setzte sich der nach 1840 regierende König Friedrich Wilhelm IV. für einen Ort ein, an dem sich Wissen und Sinn für das Schöne entwickeln konnten; er wünschte sich einen Ort mit bau- und kulturgeschichtlichem Bezug zum antiken römischen Forum im Herzen der Stadt und zugleich für die gesamte Bevölkerung zugänglich.

Dieses philanthropische Projekt führte zum Bau des Neuen Museums. Noch später entstand eine Nationalgalerie, das Kaiser-Friedrich-Museum (heute: Bode-Museum) und schließlich das Pergamonmuseum.

In der Zeit der Neugestaltung von Berlin im Dritten Reich unter den Nationalsozialisten liefen die antiken und eleganten Museen Gefahr, sich neben den Kolossalbauten des Architekten Albert Speer wiederzufinden. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verhinderte die Realisierung seiner Projekte.

Bombardements, Beschuss und innerstädtische Kampfhandlungen beschädigten letztlich die Gebäude auf der Insel zu mehr als 70 Prozent! Die ab 1945 im politischen Ostberlin gelegene Museumsinsel konnte leider nur teilweise wiederhergestellt werden. Ihre wertvollen Sammlungen fanden sich in den Museen ganz Berlins verteilt wieder.

Nach der deutschen Einigung 1990 wurden die Museumsschätze zum größten Teil wieder vereint. Der namhafte britische Architekt David Chipperfield, der auch für die Renovierung des Neuen Museums verantwortlich gewesen war, schuf zuletzt einen teils unterirdischen Korridor zwischen den Museen – die James-Simon-Galerie.

Museumsinsel Berlin: ALTES MUSEUM

Dieses elegante neoklassizistische Gebäude mit einem 87 Meter langen Portikus, der von ionischen Säulen getragen wird, heißt Sie auf der Museumsinsel neben dem Berliner Dom willkommen. Das zwischen 1824 und 1830 erbaute Alte Museum gilt als ein Meisterwerk des Architekten Karl Friedrich Schinkel. Im Inneren befindet sich die weltweit größte Sammlung etruskischer Werke sowie Funde aus dem antiken Griechenland – von den Kykladen bis Kreta und Mykene.

Museumsinsel Berlin: NEUES MUSEUM

Obwohl es im Zweiten Weltkrieg im Vergleich zu den anderen Museen auf der Insel die größten Schäden erlitten hatte – die DDR-Regierung zog zeitweise sogar einen Abriss in Betracht – wurde das Neue Museum 2009 nach 10 Jahren Arbeit  des Architekten David Chipperfield „wiedergeboren“.

Ursprünglich 1841 nach Plänen von Friedrich August Stüler erbaut, zeigt es unter anderem prähistorische Objekte aus dem alten Ägypten. Nicht versäumen sollte man einen Besuch der Büste der altägyptischen Königin Nofretete, die 1912 von dem deutschen Archäologen Ludwig Borchardt gefunden wurde.

Museumsinsel Berlin: ALTE NATIONALGALERIEM

Erbaut zwischen 1867 und 1876 nach einem Entwurf des Architekten Friedrich August Stüler, beherbergt die Alte Nationalgalerie Meisterwerke vom Klassizismus bis zur Vor-Moderne. Von besonderer Bedeutung und großem Reiz sind die Caspar David Friedrich gewidmete romantische Abteilung und die Abteilung des französischen Impressionismus.

Museumsinsel Berlin: BODE-MUSEUM

Das Bode-Museum ist berühmt für seine Sammlungen byzantinischer Skulpturen und Schätze sowie für seine äußerst reiche Münzsammlung. Das Gebäude in Rundarchitektur wurde zwischen 1887 und 1904 an der Spitze der Museumsinsel erbaut und trägt seit 1956 den Namen des bedeutenden Kunsthistorikers Wilhelm von Bode. Ihm verdanken wir auch die im Museum aufbewahrte Abteilung mit Werken der Renaissance.

Museumsinsel Berlin: PERGAMONMUSEUM

Das Pergamonmuseum empfängt jährlich mehr als eine Million Besucher aus aller Welt. Damit rangiert es unter den Top 3 der meistbesuchten Ausstellungsorte in Berlin.

Das 1930 eingeweihte Museum ist ein Bauwerk des Architekten Alfred Messel und wurde geschaffen, um die von deutschen Archäologen im 19. Jahrhundert gefundenen Artefakte Kleinasiens zu bewahren. Das berühmteste darunter ist sicherlich der Altar von Pergamon. Aber auch das imposante Markttor von Milet und das prächtige Ischtar-Tor sollten Sie sich nicht entgehen lassen!

ANFAHRT ZUR MUSEUMSINSEL

– Mit der U-Bahn: Bahnhof Alexanderplatz (Linien U2, U5, U8) oder Bahnhof Weinmeisterstraße (U8)

– Mit der S-Bahn: Bahnhof Hackescher Markt (S3, S5, S7, S9)

– Mit dem Bus: Haltestelle Lustgarten (Buslinien 100, 200, 245, 300)

– Mit unseren privaten Stadtführungen in Berlin: „Berliner Highlights“, „Berlin an einem Tag“ oder auch „Berlin mit dem Rad

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